Gestern, am 15. Januar 2026, ist Starfleet Academy gestartet. Und wie jedes Mal, wenn eine neue Star-Trek-Serie beginnt, hat sich dieses vertraute Gefühl gemeldet: Hoffnung. Neugier. Der Gedanke, dass Zukunft mehr sein kann als Krisen, Knappheit und Gegeneinander und warum mir gerade das für menschliches Marketing mit KI heute so wichtig ist.
Für mich begann alles mit The Next Generation. Mit Jean-Luc Picard. Als Teenager in den Neunzigern habe ich mir oft vorgestellt, dass mein späterer Chef einmal so sein würde wie er: gerecht, ruhig, gebildet, nicht egoistisch. Jemand, der führt, ohne zu dominieren. Der Werte über Macht stellt und seinem Team vertraut.
Vielleicht ist es genau dieser Blick in eine positive Zukunft, der mich bis heute an Star Trek bindet. In einer Zeit, in der Technologie oft Angst macht, spaltet oder instrumentalisiert wird, brauche ich diese Erinnerung daran, dass Fortschritt auch menschlich sein kann und muss.
Technik war für mich nie Selbstzweck
Ich habe Technik schon immer geliebt. Den Gedanken, Neues zu entdecken. Grenzen zu verschieben. Dinge zu verstehen, die vorher unvorstellbar waren.
Eine Zeit lang habe ich ernsthaft darüber nachgedacht, Luft- und Raumfahrttechnik zu studieren. In Stuttgart gab es den Studiengang, und ich bin ganz in der Nähe eines DLR-Zentrums aufgewachsen. Wir haben oft gesehen, wie hinter dem Wald Wasserdampf aufstieg, wenn dort wieder Bauteile abgekühlt wurden, Teile, die später für Ariane-Raketen verwendet wurden.
Und doch habe ich mich dagegen entschieden.
Nicht, weil mich die Technik nicht gereizt hätte. Sondern weil ich mir irgendwann die Frage gestellt habe, wofür ich diese Technik am Ende einsetzen würde. Ich konnte mir nicht vorstellen, an etwas mitzuarbeiten, das möglicherweise militärisch genutzt wird. Ein Kampfflugzeug mitzuentwickeln, fühlte sich nicht nach Zukunft an. Nicht nach Star Trek. Nicht nach dem, woran ich glauben wollte.
Also habe ich mich für Informatik entschieden. Auch Technik. Aber mit mehr Gestaltungsspielraum. Mehr Nähe zum Menschen.
Heute können wir den Computer wirklich fragen
Schon als Jugendliche dachte ich: Wie schön wäre es, einfach sagen zu können: Computer, was ist dies oder das?
Heute kann ich das. Ich öffne ChatGPT, formuliere meine Frage in natürlicher Sprache – und bekomme eine Antwort. In diesem Punkt sind wir einer Star-Trek-Zukunft tatsächlich nähergekommen: Wissen ist zugänglich, Sprache ist zur Schnittstelle geworden, Maschinen reagieren auf uns natürlicher als je zuvor.
Aber in vielen anderen Bereichen sind wir weit entfernt von dieser Vision. Energieprobleme sind nicht gelöst. Ressourcen sind ungleich verteilt. Technologie ist nicht automatisch für alle da – sie ist geprägt von wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum KI für viele Menschen heute weniger nach dem „Computer“ aus Star Trek aussieht – und mehr nach Skynet aus Terminator.

Angst, Macht und Missbrauch
Diese Angst ist nicht aus der Luft gegriffen. Wir sehen – nicht nur in den USA –, wie KI eingesetzt wird, um Machtinteressen voranzutreiben, Narrative zu formen, Menschen gezielt zu beeinflussen oder gegeneinander auszuspielen.
Aber das Entscheidende ist: Daran ist nicht die KI schuld.
KI hat keine Absichten. Keine Ideologie. Kein Machtbedürfnis. Das Problem ist der Mensch, der sie einsetzt.
KI ist ein Werkzeug – nicht mehr, nicht weniger
Für mich ist KI wie ein Haushaltsmesser.
Du kannst damit Gemüse schneiden. Du kannst damit etwas aufbauen. Du kannst es als Werkzeug nutzen, um Deinen Alltag leichter zu machen.
Oder Du kannst es als Waffe benutzen. Um zu verletzen. Um zu bedrohen. Um Deine Machtposition zu sichern und Deinen Willen durchzusetzen.
Das Messer ist nicht gut oder böse. Der Mensch entscheidet, was daraus wird.

Führung ohne Zwang
Star Trek hat mir nie versprochen, dass Technik alle Probleme löst. Aber es hat gezeigt, dass Technik eingebettet sein muss in Werte, Verantwortung und eine klare Haltung.
Picard war kein Anführer, weil er alles wusste. Er führte, weil er zuhörte, abwog, Verantwortung übernahm – und seinem Team vertraute.
Nicht die Technologie macht eine Gesellschaft besser. Sondern die Entscheidungen der Menschen, die sie nutzen.
Menschliches Marketing mit KI
E-Mail-Marketing ist für mich kein Verkaufstrick. Und KI ist kein Ersatz für Denken, Haltung oder Verantwortung.
Für mich ist E-Mail-Marketing eine Form von Führung auf Distanz – genau deshalb setze ich es heute bewusst ein, wie ich auch in meinem Artikel Ist E-Mail-Marketing noch zeitgemäß? Meine Erfahrungen & Zahlen beschreibe.
Ich entscheide, welchen Ton ich wähle, wie viel Druck ich ausübe – oder eben nicht.
KI kann mich unterstützen. Sie kann mir helfen, klarer zu formulieren oder schneller zu arbeiten. Aber sie darf niemals entscheiden, wie ich mit Menschen umgehe.
Deshalb glaube ich an menschliches Marketing mit KI. Nicht automatisiert um jeden Preis. Nicht manipulativ, nur weil es technisch möglich ist. Sondern so, dass der Mensch im Zentrum bleibt.
Wir brauchen keine weiteren KI-Artikel
Wenn ich wissen will, wie ein Prompt funktioniert, frage ich KI. Was wir nicht von KI bekommen, ist Haltung.
Die müssen wir selbst entwickeln.
Star Trek hat mir nie erklärt, wie Technik funktioniert. Aber es hat mir gezeigt, wofür sie da sein kann.
Vielleicht ist genau das heute unsere Aufgabe: Technologie nicht einfach einzusetzen, weil sie existiert – sondern bewusst zu entscheiden, wie wir sie nutzen wollen.
Nicht wie Maschinen. Sondern wie Menschen.
Leave A Comment