Jedes Jahr, sobald die Cyber Week beginnt, explodiert das Internet vor Rabatten. Shops senken Preise, Kund:innen warten ab, Marketing-Marketer predigen die immer gleichen „Hochpreiscoaching-Strategien“ – und überall blinkt ein Timer.

Ich mache nicht mit.

Und genau das ist mein Vorteil.

Seit Jahren fahre ich eine komplett andere Strategie: keine Rabatte, keine Ads und keine Rabattschlacht. Stattdessen nutze ich die Cyber Week, um Paketangebote anzubieten, die es nur in dieser Zeit gibt – ohne meine Einzelpreise kaputt zu machen.

Das funktioniert besonders gut, weil mein Know-how nicht nur aus der klassischen Marketing-Welt kommt, sondern auch aus über einem Jahrzehnt Verkauf von niedrigpreisigen digitalen Produkten in echten Online-Shops – mit vielen Produkten, kleinen Preisen und hunderten täglichen Kunden und Kundinnen.

Und genau deshalb funktionieren meine Strategien dort, wo typische „Marketer-Taktiken“ scheitern.

1. Warum ich die Rabattschlacht bewusst meide

Rabatte wirken kurzfristig attraktiv – aber sie haben einen Preis:

  • Du trainierst Deine Kunden, nur noch im Sale zu kaufen.
  • Du zerstörst die Preiswahrnehmung Deiner Produkte.
  • Du verlierst langfristig Marge.
  • Und Du schaffst ungewollt eine Erwartungshaltung, die sich jedes Jahr verstärkt.

Gerade in Online-Shops mit vielen Produkten ist das fatal. Man kommt aus der Spirale kaum raus.

Als ich gemerkt habe, wie sehr Rabatte mein Sortiment und meine Preislogik aushöhlen, habe ich beschlossen, die Cyber Week komplett anders anzugehen.

2. Die bessere Alternative: Paketangebote, die es nur in dieser Woche gibt

Statt Rabatten nutze ich die Cyber Week, um exklusive Pakete anzubieten und zwar ausschließlich an meine E-Mail-Liste.

Diese Pakete haben drei grosse Vorteile:

  • Es sind neue Kombinationen, die es nur für kurze Zeit gibt.
  • Sie zerstören keine Einzelpreise, weil jedes Produkt seinen vollen Wert behält.
  • Sie steigern meine Warenkörbe – oft um ein Vielfaches.

Die Pakete bestehen vor allem aus digitalen Produkten – perfekt, weil ich keinen Wareneinsatz habe und die Marge hoch bleibt.

3. Warum diese Strategie in echten Online-Shops funktioniert – und typische Marketing-Taktiken nicht

Viele Marketingkurse werden von Leuten entwickelt, die selbst kaum echte Shops betreiben. Sie verkaufen meist einen Onlinekurs oder ein Coachingprogramm und stützen ihre Strategien auf künstliche Verknappung und große Launches.

Das Problem:

  • Diese Strategien lassen sich nur schwer auf Shops mit vielen Produkten übertragen.
  • Sie funktionieren schlecht bei niedrigen Preisen.
  • Sie berücksichtigen nicht die Logik von Warenkörben, Produktvielfalt und Bestandskunden.

Ich dagegen komme aus einem komplett anderen Bereich: dem Verkauf von tausenden niedrigpreisigen digitalen Produkten, über viele Jahre hinweg. Meine Strategien wurden in der Praxis getestet – nicht auf einer Coaching-Landingpage.

Deshalb funktionieren sie in Shops, die kontinuierlich verkaufen wollen, statt alles auf einen großen Launch zu setzen.

4. Warum ich bei neuen Produkten trotzdem Einführungspreise nutze

Es gibt einen Bereich, in dem ich sehr wohl mit Preisen spiele: Einführungspreise für neue Produkte. Diese sind exklusiv für meine E-Mail-Liste verfügbar – und zeitgleich klar begrenzt.

Hier setze ich sehr wohl Timer ein. Und das funktioniert, weil:

  • es neue Produkte sind, nicht rabattierte Altware
  • die Liste das Gefühl bekommt, für ihre Treue belohnt zu werden
  • der Preis später auf das reguläre Niveau ansteigt

Das ist ein grosser Unterschied zu Rabatten: Der Wert steigt danach – er sinkt nicht.

5. Warum ich in der Cyber Week keine Werbung schalte

Ich schalte in der Cyber Week seit Jahren keine Werbung. Null Franken, null Euro.

Warum?

  • Weil Werbekosten in dieser Zeit explodieren.
  • Weil ich nicht bereit bin, meine Marge an Meta und Alphabet abzugeben.
  • Weil meine Verkäufe ausschliesslich über meine E-Mail-Liste kommen.

Die Liste baue ich das ganze Jahr über auf – und sie ist mein wertvollstes Asset. In der Cyber Week muss ich dann nichts mehr „hochfahren“. Ich sende einfach ein paar Mails – und die Verkäufe kommen.

❓ FAQ zur stillen Cyber Week

Funktioniert das auch bei physischen Produkten?

Ja – aber weniger stark. Physische Produkte haben Wareneinsatz und begrenzte Margen. Die Paketlogik funktioniert aber trotzdem, vor allem bei Accessoires, Sets oder limitierten Editionen.

Kann man diese Strategie auch mit kleinen E-Mail-Listen nutzen?

Ja. Gerade kleine Listen reagieren stärker, weil sie persönlicher sind. Wichtig ist: Baue die Liste übers Jahr hinweg kontinuierlich auf. So schaffst Du Dir ein nachhaltiges Online-Business und wächst jedes Jahr.

Wie viele E-Mails braucht man in der Cyber Week?

Ich sende in der Cyber Week mehrere E-Mails, aber immer mit Mehrwert: Produktvorstellungen, Hintergründe, Beispiele, kleine Storys – nicht nur „Kaufen!“. Wie viele Mails sinnvoll sind, hängt stark davon ab, wie oft Du das ganze Jahr über schreibst: Wenn Deine Liste regelmässige Kommunikation gewohnt ist, kannst Du die Frequenz problemlos verdoppeln oder sogar verdreifachen. Schreibst Du aber sonst nur 1× im Monat, wirken plötzlich tägliche E-Mails schnell überfordernd. Ich selbst schreibe 3–4 Mails pro Woche und kann deswegen in verkaufsstarken Zeiten auch 1–2 Mails pro Tag senden. Abmeldungen gehören immer dazu – einfach stehen lassen. Wer geht, war in diesem Moment nicht Dein Kunde. Manche kommen zurück, manche nicht. That’s it.