Der Auftakt
Der erste Konferenztag begann für mich ehrlich gesagt eher holprig. Schon vor dem ersten Inhalt wurden wir mehrfach aufgefordert, möglichst laut zu applaudieren. Dieses ständige „Applaus-Betteln“ wirkte auf mich eher armselig als herzlich – und hat mich gleich zu Beginn etwas abgestossen.
Zwischen Hype und Realität
Trotz des überzogenen Auftakts gab es viele spannende Impulse. Besonders im Bereich Videogenerierung habe ich einiges mitgenommen: von Avataren, die nachweislich mehr Klicks und Conversions bringen, bis hin zu Tools wie HeyGen, Kling, Hailuo oder Seedance, die neue Dimensionen für Marketing und Content eröffnen. Für mich steht fest: Ich möchte künftig stärker mit APIs arbeiten und prüfen, welche speziellen Use Cases ich vielleicht sogar selbst programmieren kann.
Mein persönliches Highlight
Der Vortrag von Roger Basler de Roca hat mich begeistert. Präsentation: 1A, klar und mitreissend. Inhaltlich drehte es sich um die 4-Tage-Woche durch Automatisierung.
Meine Kern-Learnings daraus:
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Automatisierung kostet Zeit, bringt aber Freiheit.
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Fokussiert vorgehen: einen Prozess nach dem anderen angehen.
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Den grössten Painpoint identifizieren und dort starten.
Roger hat erzählt, dass er in der Zeit, in der er Automatisierungen gebaut hat, rund 30 % seiner Arbeitszeit investiert hat. Danach hat es aber massiv Zeit gespart. Besonders spannend fand ich drei Beispiele:
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Ein Workflow, der ihm automatisch zusammenfasst, was während den Ferien passiert ist – praktisch, um nach einem Urlaub oder einem langen Wochenende schnell up to date zu sein.
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Zusammenfassungen von Meetings, an denen er nicht mehr teilnehmen muss, weil er die Essenz schwarz auf weiss bekommt.
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Automatisierte Kundenreaktivierung – kleine Dinge, die im Alltag sonst viel Zeit fressen würden.
Das nehme ich mir zu Herzen. Ich will mir eine Liste machen, welche Prozesse ich automatisieren möchte – und diese dann Schritt für Schritt umsetzen.
Anekdote am Rande
In derselben Session gab es einen interaktiven Moment: Roger fragte, wofür ChatGPT am meisten genutzt wird. Ich antwortete spontan: „Für Hausaufgaben.“ Treffer! Er meinte, das läge sogar auf Platz 3, auf jeden Fall aber unter den Top 5. Zur Belohnung gab’s eine Packung Smarties 🍬. Ein netter Moment – auch wenn ich persönlich solchen Umfragen bei Selbstauskunft immer mit etwas Skepsis begegne.

Soziale Medien – eher ein Tiefpunkt
Die abschliessende Session zu Social Media war für mich enttäuschend. Themen wie Zielgruppe, Hook, Emotionen und Call-to-Action sind Basics – nichts Neues für jemanden, der schon lange Content macht. Vor allem fehlte mir der KI-Aspekt. Statt Automatisierung oder API-Nutzung wurden Texte händisch in ChatGPT kopiert. Das wirkte altbacken und wenig inspirierend.
Mein Fazit zu Tag 1
Alles in allem hat sich der erste Tag für mich gelohnt:
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Ich habe spannende Leute kennengelernt, mit denen ich sicher noch in Kontakt bleiben werde.
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Die Use Cases – ob Videogenerierung oder Automatisierung – waren echte Highlights.
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Besonders Roger Basler de Rocas Einblicke zur 4-Tage-Woche haben mich inspiriert.
Trotz der Schwächen beim Einstieg und einer enttäuschenden Social-Media-Session überwiegt für mich das Positive.
Ausblick auf Tag 2
Morgen geht es verstärkt um KI-Agenten – und darauf freue ich mich am meisten. Was mich interessiert, sind konkrete Use Cases, die ich mir auch für mein Business vorstellen kann. Also nicht Basics wie „Man kann Google Sheets auslesen“, sondern Lösungen, bei denen KI-Agents mit Tools verbunden werden, um echte Probleme zu lösen.
Mich reizt es zu sehen, wie andere APIs oder Plattformen wie Make oder auch eigene Server einsetzen, um damit Prozesse zu automatisieren. Preisstrukturen oder oberflächliche Basics brauche ich nicht – ich will echte Beispiele, die ich adaptieren kann.
Ja absolut das Event war super, wobei VIP leider etwas überteuert. Roger empfand ich auch großartig und das war sehr unterhaltsam. Ich habe den Beitrag zu Social Media auch sehr gut gefunden. Hast du den auch angeschaut mit der Automation und dem Hook GPT? Fand ich sehr gelungen und auch den Poetry Slam.
Ich habe den Social-Media-Talk (Automation & Hook GPT) gesehen – mir war er ehrlich gesagt zu generisch und austauschbar. Ich baue seit Jahren eine Community auf (Newsletter ca. 20’000 Leser:innen, YouTube knapp 45’000 Abos) und mir fehlten konkrete Cases, Zahlen und klare Prozesse. Die Speakerin hat mich deshalb nicht so überzeugt. Den Poetry Slam habe ich tatsächlich geschwänzt.
Was mir noch aufgefallen ist: Für meinen Geschmack war es recht viel Pitch für die neue Ausbildung. Ich habe vor Ort mit 2–3 Absolvent:innen gesprochen; einzelne meinten, sie hätten nicht viel gelernt bzw. wüssten noch nicht so recht, wie sie ins Tun kommen. Das ist natürlich nur eine kleine Stichprobe – mich würde sehr interessieren, wie Du (oder andere) das erlebt hast.
Welche 1–2 grössten Learnings hast Du aus dem Event mitgenommen? 😊
Wo findet man dich auf youtube? Klingt hier sehr selbstdarstellerisch, neidisch und kann ich so alles über die Speaker, das Event und die Ausbildung nicht teilen. Diese Seite hier ist ja auch nicht gerade beeindruckend. Du nennst Zahlen ohne sie zu beweisen. Wo kann man denn deinen Erfolg sehen? Völlig ok das auf ihrem Event Werbung für ihr Produkt gemacht wurde.
Hi Jasmin, danke für Deine ehrliche Rückmeldung – und ich freue mich wirklich, dass sich hier unter dem Beitrag so eine angeregte Diskussion entwickelt. Ich bin ehrlich gesagt fast überwältigt, dass auf einer ganz neuen Seite schon so viele Kommentare zusammenkommen – obwohl ich den Artikel kaum auf Social Media verlinkt habe, es für AI Promation noch keinen Instagram-Account gibt und ich sonst nichts aktiv promotet habe. Danke auch für die zusätzliche Sichtbarkeit, die durch diese Diskussion entsteht.
Wo Du mich findest:
Auf YouTube heisse ich „ChezNU-Family“, meine Hauptseite rund ums Nähen ist cheznu.tv. Diese Beratungs-Seite (AI Promation) ist brandneu – ich baue sie seit etwa einer Woche auf, nachdem ich zuvor mit einer Agentur zusammengearbeitet habe.
Zu den genannten Zahlen:
Der YouTube-Kanal ist öffentlich einsehbar. Die Newsletter-Grösse liegt in KlickTipp vor; wenn es Dich interessiert, kann ich Einblicke geben – ich poste nur ungern interne Dashboards direkt in Blog-Kommentaren, aber belegen kann ich es.
Zum Pitch am Event:
Ich habe nichts gegen einen kurzen, klaren Pitch für das eigene Angebot – das gehört bei solchen Formaten dazu. Gleichzeitig haben viele je nach Ticket zwischen ca. 350 € und (VIP) deutlich über 1.000 € investiert. Hinzu kommen Reise- und Hotelkosten. Bei diesem Investment wünsche ich mir, dass der Fokus stark auf konkreten Anwendungen liegt: echte Use Cases mit Prozessskizzen, Metriken und Tool-Verknüpfungen (APIs, Make/n8n etc.) – nicht überwiegend Basics.
Herzlichkeit heisst nicht Unkritik:
Am Event wurde oft betont, wir seien eine herzliche Community. Das unterschreibe ich. Für mich gehört dazu aber auch, respektvoll kritisch zu sein. Nicht jeden Hype sofort mitzugehen oder Anpeitsch-Momente nüchtern zu sehen, macht niemanden unherzlich.
Wozu mein Beitrag dienen soll:
Ich teile meine Eindrücke, damit Menschen, die sich künftig für das Event interessieren, Orientierung bekommen:
– Wenn Du Basics suchst, könnte das Programm genau richtig sein.
– Wenn Du schon weiter bist, wünschst Du Dir vielleicht – so wie ich – mehr tiefgehende, umsetzbare Beispiele.
Mich interessiert wirklich, welche 1–2 grössten Learnings Du für Dich aus dem Event mitgenommen hast.
Herzliche Grüsse
Nicole
Wirklich? Du gibst Kritik und hältst es selbst nicht aus, wenn man nachfragt? Das sagt alles über dich. Erstmal selbst so ein Event veranstalten und zeig doch gern die großen Bühnen auf denen du stehst? Bevor du anderen Event schlecht redest.
Hi Jasmin, danke für Deine Rückmeldung – und schön zu sehen, dass hier im Blog eine lebhafte Diskussion entsteht. Genau dafür schreibe ich solche Beiträge.
Keine Scheu vor Kritik – kurzer Hinweis zur Moderation:
Ich begrüsse kritische Nachfragen ausdrücklich. Heute Vormittag war ich in einem längeren Kundengespräch (freue mich über einen neuen Auftrag) und antworte deshalb nicht immer sofort. Kommentare werden bei mir nicht automatisch freigeschaltet, um Spam und Link-Dumps ohne Mehrwert zu vermeiden – deshalb kann es zeitlich versetzt erscheinen.
Zu mir – kurz zur Einordnung:
Ich habe Informatik und Marketing an der Uni Karlsruhe – KIT – studiert und 2005 meine Diplomarbeit über Künstliche Intelligenz geschrieben. Seit rund 14 Jahren baue und begleite ich Social-Media-Kanäle, helfe beim Aufbau von E-Mail-Listen und schreibe klickstarke Newsletter – das ist inzwischen eine meiner Spezialitäten. Ich stand oft auf Bühnen und habe auch Events organisiert. Wenn wir Events mit Pitches machen, sind sie kostenlos – Getränke gibt’s bei uns sogar frei.
Zum Event und zur Sachebene:
Ich habe nichts gegen einen kurzen, klaren Pitch am eigenen Event. Gleichzeitig kosten Tickets je nach Kategorie ca. 350 € bis deutlich über 1.000 € – plus Reise und Hotel. Bei so einem Investment wünsche ich mir konkrete, umsetzbare Anwendungen (Use Cases mit Prozessskizzen, Metriken, API-/Tool-Verknüpfungen wie Make/n8n), nicht überwiegend Basics. Sehr gut fand ich z. B. die Session von Sabine, die gezeigt hat, wie man mit einfachen Mitteln automatisieren kann – es muss nicht immer kompliziert sein. Die Social-Media-Session mit Trello empfand ich hingegen als zu wenig Automatisierung und zu viel Marketing im Vergleich zum angekündigten KI-Fokus.
Zum Ton:
Was mich überrascht: Wie schnell Diskussionen online schärfer werden, wenn man Dinge auch kritisch beleuchtet. Ich habe niemanden persönlich kritisiert, sondern Inhalte bewertet – so wie man es bei Konferenzen eben tut. Es ist okay, wenn wir an unterschiedlichen Punkten im Business stehen und Dinge verschieden einschätzen.
Echter Austausch interessiert mich:
Mich würde wirklich interessieren, was Du konkret machst und welche 1–2 Learnings oder Automatisierungen Du vom Event mitgenommen hast, die bei Dir im Alltag funktionieren.
Herzliche Grüsse
Nicole
Kann ich absolut nicht nachempfinden. Das Event war mit viel liebe organisiert und natürlich dürfen sie auch mal Werbung machen. Diese war aber sehr überschaubar.
Es liest sich von dir sehr selbstverherrlichend – bin nicht sicher ob du so abwertend sein willst?
Auf der Bühne zu stehen ist ein großer Job. Gerade auch die die Zaubershow fand ich sehr genial verpackt und ohne diese Basics geht nichts. Und dein Instagram ist cheznut? Ich bin selbst auch Trainer. Da stimmen diese Basics schon mal nicht, oder wo sind deine großen genannten Zahlen?
Auch die Trainerausbildung näher zu bringen auch beim Frühstück gab gute Einblicke.
Wo kann man denn deine Erfolge sehen? Ich finde negative Berichtserstattung sehr grenzwertig.
Hi Lars, danke für Deine Sicht – es ist völlig okay, wenn Du das Event anders erlebt hast. Genau für solche unterschiedlichen Perspektiven schreibe ich meinen Recap.
Mein Blickwinkel in Kürze:
Basics sind wichtig, ohne sie geht nichts. Ich bin in Marketing/Automation aber an einem anderen Punkt und hatte mir mehr Tiefe und Umsetzungsdetails gewünscht. Show-Elemente (z. B. die Zaubershow) waren nett verpackt, inhaltlich für mich eher leicht. Ein kurzer Pitch am eigenen Event ist für mich absolut okay – bei Ticketpreis plus Reise/Hotel wünsche ich mir einfach, dass der Schwerpunkt spürbar auf konkreten Use Cases liegt.
„Noch eine Ausbildung – und dann?“
Eine allgemeine Beobachtung (nicht nur hier): Manche sammeln Ausbildung um Ausbildung, kommen aber kaum ins Tun – als gäbe es den einen Kurs mit Zauberstab-Effekt. In der Realität zählt konsequente Arbeit. Darum interessieren mich belastbare Prozesse, Kennzahlen und Tool-Verknüpfungen mehr als Motivationsrhetorik.
Zielgruppe & Erwartung:
Mein Eindruck: Es waren viele von Raphaels Idealkund:innen vor Ort – das erklärt die grosse Begeisterung. Möglicherweise gehöre ich einfach nicht zur Kernzielgruppe. Beides ist legitim. Wichtig finde ich, dass Interessierte vor einer grösseren Investition sowohl Pro- als auch Kontrastimmen lesen können. Wie bei Amazon-Rezensionen: Was den einen stört („zu romantisch“), ist für andere genau der Kaufgrund. Vielleicht bucht jemand gerade deswegen das nächste Ticket, weil dort Basics vermittelt werden – das gönne ich Raphael und dem Team von Herzen.
„Wo sieht man Deine Ergebnisse?“
Mein Hauptkanal ist YouTube („ChezNU-Family“, öffentlich einsehbar); Instagram nutze ich fürs Nähthema eher ergänzend, und die Beratungsseite ist brandneu. Newsletter-Kennzahlen liegen in KlickTipp vor und sind belegbar – interne Dashboards poste ich ungern in Kommentaren.
Echter Austausch statt Schärfe:
Ich bewerte Inhalte, nicht Personen. Radikale Offenheit heisst für mich: respektvoll, aber klar. Wenn Du magst, teile gern, was Du als Trainer konkret machst – und welche 1–2 Learnings oder Automatisierungen Du aus Wien mitgenommen hast, die im Alltag wirklich tragen.
Herzliche Grüsse
Nicole
Entsprechend Godwins Law könnte man postulieren, dass die Wahrscheinlichkeit, jeder im World Wide Web öffentlich geführten Diskussion irgendwann zu persönlichen Anfeidungen und Beleidigungen führt bei 1 liegt. Quod erat demonstradum.
Spaßeshalber und weil es zum Thema passt habe ich Nicoles «Kritik» Googles Gemini zur «Bewertung» übergeben.
Fazit:
Der Text ist eine gelungene Mischung aus persönlichem Erleben und kritischer Auseinandersetzung.
Er zeigt, dass selbst bei einem «Superevent» nicht jeder Vortrag überzeugt, aber die guten Impulse
den Gesamteindruck positiv prägen können. Besonders die Fokussierung auf praktische Anwendbarkeit und konkrete Lösungen ist ein starker roter Faden, der sich durch die gesamte Kritik zieht – und das ist es, was eine gute Event-Bewertung ausmacht.
Die Kritik erfüllt ihren Zweck hervorragend: Sie gibt einen transparenten Einblick in den ersten
Tag, hebt sowohl die positiven als auch die negativen Aspekte hervor und teilt wertvolle, direkt
anwendbare Erkenntnisse. Das macht sie für Leserinnen und Leser, die sich für ähnliche Events oder die behandelten Themen interessieren, sehr nützlich.
Und genau so empfinde ich selbst Nicoles Zusammenfassung! Daher frage ich mich schon warum, Du @Jasmin, derart ausfällig wirst und ob Deine Kommentare nicht selbstreflektierend sind.
Ich habe Gemini auch Deinen Kommentar übergeben.
Fazit hier:
Der Kommentar ist ein Paradebeispiel für eine unsachliche Reaktion. Er versucht, die Glaubwürdigkeit der Kritikerin/des Kritikers zu zerstören, anstatt sich inhaltlich mit den geäußerten Punkten auseinanderzusetzen. Solche Reaktionen sind typisch, wenn sich jemand persönlich angegriffen fühlt, weil er oder sie mit der geäußerten Meinung nicht einverstanden ist.
Die ursprüngliche Kritik war eine fundierte und differenzierte Meinung, die sich auf das Erlebte stützte. Der Kommentar hingegen ist rein emotional, polemisch und trägt nichts zur Diskussion bei.
Warum dies höchst relevant ist? Wir Menschen sind für KI-System Mütter und Väter durch die Daten, mit denen KI-System trainiert werden. Microsofts Versuche mit dem KI-Bot Tay 2016 im weitesten Sinne einen Gesprächsparter zu erschaffen ist ein Paradebeispiel dafür, dass wir mit unserem Gebahren und unserer Natur insgesamt noch dichter bei den Schimpansen liegen als beim homo sapiens rationalis.
Persönliche Anmerkung: Während sich Nicole hier als reale Person der Öffentlichkeit preisgibt versteckst Du Dich, @Jasmin, in der Anonymität. Allein das ist zwar Usus, aber sehr bedenklich (ohne Gemini bemühen müssen).